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Reise nach Boston im Frühling: Ein kleiner Reisebericht mit Tipps, Tricks und Empfehlungen

Bildquelle: Lars Rexroth

Travel Cheaper Wochenend-Trip im Frühling nach Boston

Vom 10. bis 13. März 2016 war ich über ein verlängertes Wochenende in Boston. Der Kurz-Trip war einer meiner schönsten Trips in die USA, was letztendlich aber auch am herrlichen Frühlingswetter lag.

Nur für die Stadt Boston und den Freedom Trail sind maximal zwei Tage völlig ausreichend. Ich hatte für mich allerdings noch einen zusätzlichen Tag nur für Shopping im Outlet eingeplant. Sicherlich kann man auch in der näheren Umgebung noch einiges entdecken wie die Hexenstadt Salem, die Harvard University in Cambridge oder die Küste Neuenglands etc. aber in Anbetracht der Reisezeit war mir das zu riskant. Man hätte ja im März auch noch mit Schnee, Eis und/oder Dauerregen rechnen können. Dass es nun so schön mit Temperaturen um die 20 Grad, blauem Himmel und Sonne satt an jedem Tag werden würde, hätte ich nicht erwartet.

Wir berichten regelmäßig über günstige Flugangebote nach Boston. Grund genug meine Erfahrungen einmal zusammenzufassen. And here we go:

Flug mit Lufthansa und Swiss

Auf Basis dieses Angebots: Die KNALLER-PREISE sind zurück – Frühbucher-Schnäppchen bei Lufthansa & Co.: Deutschlandweite Abflüge (teilweise nonstop) in die USA ab 372€ (hin und zurück) hatte ich mir Flüge für 439,93€ auf dem Hinflug von Hannover mit Lufthansa via München (Layover: 1:15h) und auf dem Rückflug mit Swiss über Zürich (Layover: 1:35h) zurück nach Hannover gesichert.

Klar, gibt es mittlerweile auch deutlich günstigere Angebote von Düsseldorf bzw. Köln oder Berlin aber eben nicht von Hannover, was für mich der einzig geltende Maßstab ist, da ich von hier ohne zusätzlichen Kosten- und Zeitaufwand abreisen kann.

Das Hotel – sehr zu empfehlen!

Bei einem Kurztrip ist es für mich entscheidend eine gutes und vor allem zentral gelegenes Hotel zu wählen, um nicht viel Zeit durch lästiges zeitraubendes Fahren mit Bus und Bahn zu verlieren. Weiterer Vorteil ist, dass man mal eben zwischendurch schnell noch mal ins Hotel gehen kann um den ein oder anderen Einkauf „abzuladen“. Eine Alternative zum Beispiel durch Couch-Surfing mit signifikanter Einsparung gab es leider nicht.

Ich gehöre nicht zu den Schlafplatzbettlern, die auf jeden Cent achten und 12er Schlafsäle in Hostels inklusive Gemeinschaftsbad auf dem Flur sind auch nicht mein Ding. Da gehe ich auch keine Kompromisse ein und dann kostet es halt, was es kostet – ansonsten muss man zu Hause bleiben. Ein gewisser Standard und Privatsphäre muss ich mittlerweile einfach haben und so fiel meine Wahl auf das Courtyard Boston Downtown an der Tremont Street, was für mich mit 120 €/Nacht das beste Preis-Leistungsverhältnis aufwies. Boston ist nunmal nicht gerade günstig, was Unterkünfte angeht.

 

275 Tremont Street, Downtown Boston, Boston, USA
„Zentral gelegen, leckeres Frühstück, makellose Betten“

Das Hotel hätte besser nicht sein können. Saubere ausreichend große Zimmer, geschmackvolle Einrichtung, moderne Lobby, leckeres Frühstück, kostenloses WiFi, sehr freundliches Personal und sehr zentral gelegen. Des Weiteren bietet das Hotel auch die Möglichkeit am Abreisetag das Gepäck unterzustellen und so die verbleibende Zeit bis zum Abflug am Abend noch sinnvoll zu nutzen.

Das Hotel Courtyard Boston Downtown liegt nur 10 Minuten zu Fuß von der South Station entfernt, an der man mit dem Bus vom Flughafen ankommt. In knapp 3 Minuten steht man im 1634 eingeweihten und damit ältesten Stadtpark in den Vereinigten Staaten – dem Boston Common. Hier befindet sich zu gleich der Ausgangspunkt für den 4 km langen Freedom Trail. Auf der gegenüberliegenden Seite der Tremont Street befindet sich der Theater District und China Town, wo man gut und günstig essen kann.

Bildquelle: Lars Rexroth

Allgemeines über Boston

Die Ostküsten-Metropole Boston gilt als eine der ältesten, wohlhabendsten und kulturell reichsten Städte der USA. Ihr werdet schnell merken, dass vor allem zentral gelegene Unterkünfte verhältnismäßig teuer sind. Das restliche Preisniveau für Essen, Ausgehen, etc. habe ich als normal bis moderat empfunden.

Boston selbst ist sehr kompakt und alles ist bequem zu Fuß zu erreichen. Die eigentliche Stadt befindet sich auf der ehemaligen Shawmut-Halbinsel in der Massachusetts Bay südlich des Charles River, die einst nur über eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden war. Zwischen der Gründung Bostons am 17. September 1630 und 1890 verdreifachte sich das Stadtgebiet nicht nur durch Eingemeindungen sondern auch durch Landgewinnungen.

Und so braucht man nicht mal die U-Bahn zu benutzen, wenn man einigermaßen gut zu Fuß ist, um die Stadt und Ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Ihren Charme erhält die Stadt gerade durch ihre noch gut erhaltenen Gebäude im alten Kolonialstil, die Kirchen und Friedhöfe, die eine Menge über die Stadtgeschichte und die amerikanische Unabhängigkeit als solches erzählen, an der Boston zum Beispiel durch die Boston Tea Party 1773 entscheidend beteiligt war.

Wer an der Geschichte der USA interessiert ist, kann sich entlang des 4 km langen Freedom Trails kreuz und quer durch die Stadt auf eine spannende Entdeckungstour zu den Schauplätzen der amerikanischen Unabhängigkeit begeben.

Beginnend am Stadtpark Boston Common führt Euch ein die Bürgersteige entlangführender roter Strich kreuz und quer durch Downtown bis nach Charlestown am Nordufer des Charles River. Entlang der Route werden alle wichtigen 16 Stätten der geschichtlichen Periode durchlaufen. Zu den Stationen zählen unter anderem das Massachusetts State House, das Old South Meeting House und das Old State House, von dessen Balkon John Adams 1776 die Unabhängigkeitserklärung verkündete.

Bildquelle: Lars Rexroth

Restaurants, Shopping und jede Menge Tipps und Tricks

  • Kostenloser Bus vom Flughafen nach Downtown: Der Bus der Silver Line vom Logan International Airport in die Innenstadt zur South Station ist kostenlos und extrem schnell. Die Rückfahrt kostet günstige $ 2,65 (~ 2,38€). Man kann das Ticket zum Flughafen direkt an der South Station mit Kreditkarte oder in bar am Automaten bezahlen. Wenn man keine Charlie Card der MBTA (Massachusetts Bay Transportation Authority) besitzt, ist der Kauf des Tickets am Automaten recht kompliziert, da es kein Ticket „von der Stange“ dafür gibt und man den zu zahlenden Preis selbst eingeben muss. Die freundlichen Mitarbeiter an den Automaten helfen Euch aber gerne und unaufgefordert weiter.
  • Folgt man dem Freedom Trail gelangt man auch zur Faneuil Hall am Quincy Market. Hier gibt es jede Menge Souvenirs und im Untergeschoss befindet sich eine nicht ausgeschilderte kostenlose und saubere öffentliche Toilette. Am Informationsstand bekommt man eine kostenlose Faltkarte für den Freedom Trail.

  • Verlässt man die Faneuil Hall durch einen der Hinterausgänge, steht man vor dem Quincy Market. Dabei handelt es sich um eine Markthalle mit vielen Ständen der internationalen und regionalen Küche. Hier gibt es auch die bekannten Spezialitäten der Küche Neuenglands wie Hummer (Lobster), Austern und die bekannte sehr leckere im Brötchen servierte Fischsuppe Clam Chowder. Gegessen wird in der Regel in der Mitte des Quincy Markets. Dabei handelt es sich um eine überkuppelte Halle mit Sitzgelegenheiten und oft Livemusik oder anderen Perfomences.
  • Freitags nachmittags und samstags wird am Haymarket ein kleiner aber offensichtlich beliebter Wochenmarkt mit frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Fisch der Region abgehalten. Man gelangt dort ebenfalls hin, wenn man dem Freedom Trail folgt.
  • Nachdem man dem Freedom Trail folgend den Charles River überquert hat, gelangt man nach Charlestown mit den letzten beiden Stationen des Trails: Das Bunker Hill Monumen und die 1797 vom Stapel gelaufene amerikanische Fregatte USS Constitution als ältestes noch schwimmende Kriegsschiff der Welt. Das angegliederte USS Constitution Museum  ist kostenlos. Wer sich aber erkenntlich zeigen möchte sollte eine Spende hinterlassen. Die Toiletten im Museum sind ebenfalls kostenlos. Wer die USS Constitution besichtigen möchte, muss sich ausweisen können – also unbedingt den Reisepass mitnehmen. Vor der Besichtigung muss man einen Sicherheitscheck wie am Flughafen absolvieren.
  • Ebenfalls in Charlestown befindet sich das Bunker Hill Monument. Ein riesiger Obelisk auf einem Hügel, der an eine wichtige Schlacht zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges erinnert. Vom Hügel hat man eine schöne Aussicht über Charlestown, den Charles River und auf die gegenüberliegende Stadt Boston.
  • Charlestown als solches ist ebenfalls mit seinen hübschen, gepflegten Häuschen durchaus sehenswert und ein Spaziergang durch die Straßen und Parks lohnt sich auf alle Fälle.
  • Am Ende des Freedom Trails an der USS Constitution angekommen habt Ihr zwei Möglichkeiten wieder zurück nach Boston zu gelangen.

1. Ihr lauft den Freedom Trail wieder zurück. Was durchaus auch empfehlenswert sein kann. Auf dem Rückweg entdeckt man aus einer anderen Perspektive doch immer wieder etwas Neues. Und so hatte ich an so mancher Station oder Kirche die Möglichkeit, bei einem gerade beendeten Gottesdienst doch mal einen Blick ins Innere eines Gotteshauses zu erhaschen. Manchmal werden auch spontane Führungen angeboten oder jemand erzählt eine spannende Geschichte über den ein oder anderen berühmten Bostoner Bürger.

2. Ihr nehmt einfach die Fähre vom Charlestown Navy Yard hinter dem USS Constitution Museum zum Long Wharf im Hafen von Boston. Erwachsene bezahlen für die 10-minütige Überfahrt entlang der beeindruckenden Skyline $ 3,25 oneway. Der Long Wharf befindet sich übrigens direkt neben dem New England Aquarium.

  • Ein Tagesauflug zu den Wrentham Village Premium Outlets ®. Das Outlet liegt wie fast alle Outlet-Malls der Simon Property Group etwas außerhalb – ist aber mit ca. 45 Minuten Fahrtzeit noch recht gut zu erreichen. Eine Tagestour mit dem Bus gibt es schon für $ 30 Dollar hin und zurück. Das Outlet gehört mit 170 Stores zu den größten seiner Art in Amerika. Hier gibt es günstige Markenware wie Adidas, Tommy Hilfiger, Armani, Calvin Klein, Hugo Boss, Converse, Diesel, LACOSTE, Levi's, FOSSIL, ECCO, Samsonite, Wellensteyn und Polo Ralph Lauren mit 40% bis 80% Rabatt. Für „Shopaholics“ ist das auf alle Fälle genau das richtige. Die Anlage ist open-air und wie der Name Village schon sagt etwas „dorfartig“ angelegt.

Where to eat? Meine Restaurant-Empfehlungen

  • Wer auf große Portionen und richtig gut gemachte Burger & Co. steht, der ist in der Intermission Tavern (228 Tremont Street) gut aufgehoben. Das Lokal, das nicht nur zum Essen sondern auch nur auf einen Drink einlädt, ist in einem winzigen, von außen unscheinbar wirkenden alten Haus untergebracht. Von innen ist es mit seinen Backsteinwänden und altem Holzmobiliar urgemütlich. Der Service ist äußerst freundlich und aufmerksam; das Essen sehr lecker.
  • In China Town kann ich die Hong Kong Eatery (79 Harrison Avenue) empfehlen. Das ist nicht einfach nur eine Chinese sondern hier is(s)t man quasi im Reich der Mitte. Man sollte allerdings die Karte genau lesen. Denn hier gibt es neben knuspriger Ente und somit für unsere Gaumen normalem Essen auch gebratene Entenzungen, etc. Das Restaurant ist allerdings nicht für ein romatisches Candle-Light-Dinner geeignet. Der Service ist sehr, sehr schnell und freundlich. Das Essen authentisch und schmackhaft.

 

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5 Kommentare

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    • Manuel on 17. März 2016 at 22:58

    Hallo Lars,

    danke für deinen Bericht – besonders interessant, da ich vor einigen Wochen ebenfalls meinen Trip nach Boston gebucht habe. Bei 340€ ab CGN konnte ich nicht widerstehen 😉

    Das Boston nicht günstig ist habe ich auch schon gemerkt – allerdings komme ich nicht ansatzweise auf deinen Preis – in der Kategorie finde ich nur Hotels außerhalb. Habe schon überlegt ob der Zeitpunkt einfach noch zu weit weg ist… Übernachtung in Boston ist vom 30.09 – 02.10.
    Wenn du da noch ein Tipp hast lass es mich wissen! (4 Personen, 2 Zimmer).

    Viele Grüße
    Manuel

    • Lars on 17. März 2016 at 23:05
      Author

    Hallo Manuel,

    Ja, das war schon eine lange Suche mit dem Preis. Hab ich über den Hotelpreisvergleich gefunden und über Otel.com gebucht. Sonst wäre es auch noch schnell deutlich teurer geworden. Die Preise sind echt verrückt. Muss man regelmäßig schauen und vergleichen.

    Viele Grüße,
    Lars

    • Chris on 18. März 2016 at 11:18

    Hast ja top Wetter erwischt 😀

    Hier noch ein paar kleine Ergänzung zu Boston:
    – Die Fähre ist im Wochenticket für $19 inbegriffen.
    – Wenn man vom Airport in die Gegend Back Bay will, kann man den Back Bay – Logan Express Bus für $5 one-way nehmen (Haltestellen: Copley Place und Hynes Convention Center). Alternativ holt man sich ein Wochenticket direkt am Airport, dann ist die Fahrt inklusive.
    – Für Apartments und BNBs kann ich http://www.bnbboston.com empfehlen.

    Gruß Chris

    • Lars on 18. März 2016 at 14:59
      Author

    Manuel, schau dir doch mal das Angebot vom Boston Park Plaza an. Auch zentral gelegen und mit 93% Weiterempfehlung auf HolidayCheck: http://travel-cheaper.de/xju6

    Komme auf einen Preis von 112,13 pro Person und Nacht. Ihr habt ja wenigstens den Vorteil, dass Ihr Euch den Preis für das Zimmer teilen könnt 😉

    • Lars on 18. März 2016 at 15:01
      Author

    Chris, danke für Deine Tipps und die Ergänzungen!

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